FDP Grenzach-Wyhlen
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Medien + Politik oder Westerwelle + Fettnäpchen
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Seite 1 von 1

Autor:  Frank [ Sa 3. Apr 2010, 20:40 ]
Betreff des Beitrags:  Medien + Politik oder Westerwelle + Fettnäpchen

Zum Thema gibt es hier einen Kommentar.

Der Link: Cicero - Magazin für politische Kultur

Zitat:
Seit Wochen tobt die Debatte um Außenminister Guido Westerwelle, es ist inzwischen fast schon zum Volkssport geworden gegen den Außenminister zu schießen. Bei aller Kritik vergessen Opposition und Medien aber ihre tatsächlichen Aufgaben, befindet David Harnasch. Eine kritische Auseinandersetzung.
Zitat Ende

Weitere Zitate:
„Die FDP betreibt Klientelpolitik!“ Na hoffentlich!
. . .
„Die FDP ist käuflich!“ Nicht mehr oder weniger als alle anderen Parteien.
. . .
„Westerwelle betreibt Günstlingswirtschaft!“ Wie jeder bisherige Außenminister...
. . .
„Westerwelle vermischt private und dienstliche Interessen!“ Selbst wenn Michael Mronz die Reisen ... geschäftlich nutzen würde ...
. . .
„Jetzt auch das noch: Guido Westerwelle hat FDP gewählt.


Allerdings muss man auch hier wieder aufpassen. Wer ist Herausgeber dieses Magazins?
Im Impressum steht: Ringier Publishing GmbH
Redaktion Cicero
Verantwortlicher gemäß § § 55 Abs. 2 RStV:
Dr. Michael Naumann
Lennéstraße 1
D-10785 Berlin

Ringier? Ringier habe ich doch auch schon gehört.

Der Geschäftsbericht sagt folgendes:
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Ringier AG, Zofingen/Schweiz, einbezogen.
Zu finden hier: http://www.ebundesanzeiger.de Ein direkter Link funktioniert leider nicht.

Uuuiii, Unterstützung unserer Schweizer Freunde. Nicht, dass auch hier wieder Spenden einer Tochter-Tochter-Schwester-Beteiligungsfirma gefunden werden. Man weiss es nicht . . .

Ist es ein gutes "Social-Network" oder die Auswirkung unserer Globalisierung?
Jede Medaille hat 2 Seiten.

Gruss Frank

Autor:  tilo [ Mi 7. Apr 2010, 18:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Medien + Politik oder Westerwelle + Fettnäpchen

Hallo Frank,

eine interessante Firma http://www.ringier.com/index.cfm?id=3362. Ringier verlegt den Blick, hat einen eigenen Radiosender und Zeitungen in China, Deutschland, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien, Ungarn und Vietnam. Aus der Ukrainehat man sich anscheinend wieder zurückgezogen.

Grüsse

tilo

Autor:  Frank [ Mi 7. Apr 2010, 19:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Medien + Politik oder Westerwelle + Fettnäpchen

Hallo Tilo,

zum Glück kann man heutzutage alles/ziemlich viel nachlesen und diese Querverbindungen herausfinden. Allerdings machen das die meisten der Bevölkerung nicht. Viele glauben, das was sie im TV sehen bzw. lesen ist die allumfassende Wahrheit.

Das "Problem" der FDP ist ja grundsätzlicher Art. Als liberale Partei mit freiheitlichen Grundsätzen fühlen sich nun mal Unternehmer angesprochen. Das sieht man ja an uns . . .

Das ist so etwas wie eine "selbsterfüllende Prophezeihung". Die FDP steht Unternehmern (von: etwas unternehmen) nahe, Unternehmer stehen der FDP nahe.

Sie rekrutiert sich deshalb auch aus diesem Bereich.

- Einige
- Viele
- Die meisten
... Unternehmer stehen der FDP nahe. Wer darf mit auf eine Auslandsreise? Da trifft man immer FDP-Sympathisanten. Sicherlich findet sich da auch eine Firma, an der die Familie nicht beteiligt ist.

Dahingehend hat unser Guido doch einige Fettnäpfchen getroffen.

Gruss Frank

Autor:  tilo [ Mi 7. Apr 2010, 21:42 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Medien + Politik oder Westerwelle + Fettnäpchen

Hallo Frank,

die Dauerkritik an Westerwelle ist nicht sehr qualifiziert, darin stimme ich dir voll zu. Die Kritik, dass er bei seinen Reisen von Industriellen begleitet wird ist unsinnig. Natürlich müssen sich deutsche Firmen im Ausland präsentieren, und eine Möglichkeit dazu sind die Reisen des Ministers.

Allerdings hat unser Aussenminister zeitweise vergessen, dass er einen Job angenommen hat. Er ist Aussenminister und soll unser Land nach aussen vertreten. Das ist sicher ein Full-Time Job.

Das Thema Sozialpolitik ist aber sicher kein Thema des Aussenministers. Es ist sicher richtig, dass wir über die Sozialpolitik reden müssen. Es ist gut, die Diskussion mit klaren Statements anzuregen. Aber jetzt sollte eine sachliche Diskussion folgen.

Westerwelles Aussage "Wer arbeitet, muss mehr haben als derjenige, der nicht arbeitet. Das muss man sagen dürfen. Alles andere ist Sozialismus." klingt erst einmal überzeugend.

Aber der Teufel steckt im Detail. Wir haben in Deutschland in 2008 ein Durschnittsstundenlohn von 19,75 Euro (siehe statistisches Bundesamt), gleichzeitig lesen wir in der badischen Zeitung z.B. dass Mitarbeiter bei Schlecker 6,78 Euro verdienen (Schlecker am Pranger). Normalere Teilzeitstellen bieten eine etwas bessere Bezahlung (www.careerbuilder.de).

Eine falsche Rechnung:
6,78 Euro je Stunde sind 1175 Euro Brutto je Monat, also etwa 950 Euro netto. Nicht gerade viel.
Wenn man jetzt einmal Alg II nachrechnet, z.B. Alleinerziehend mit einem Kind, 300 Euro Miete und 50 Euro Nebenkosten, dann kommen da 994.38 Euro heraus.

Sicher erhält man bei einem kleinen Lohn noch verschiedene Hilfen. Nur hat jemand der die ganze Woche arbeitet nicht die Zeit, alles zu beantragen.

Zurück zu Herrn Westerwelle: Das Problem hat er richtig erkannt. Der Abstand zwischen Lohn und Alg II ist zu gering. Aber da darf es nicht enden. Wir, die FDP, haben ein gutes Konzept um die Situation zu verbessern: Das Bürgergeld. Schade dass es bei der Diskussion kaum erwähnt wurde.

Grüsse

tilo

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