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 Betreff des Beitrags: BZ - Artikel „Gelbbauchunke bremst die Lagune“
BeitragVerfasst: Mo 21. Jun 2010, 16:18 
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Registriert: Sa 6. Jun 2009, 06:26
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Name: Frank Drewello
Hallo Zusammen,
der o.g. Artikel ist hier zu finden: BZ-Gelbbauchunke bremst Lagune

Ich habe dazu einen Leserbrief an die Badische Zeitung geschrieben. Mal sehen ob und wenn ja, wie lang er abgedruckt wird.

Deshalb folgt hier für Euch das Original:

Sehr geehrte Frau Kost, sehr geehrte Redaktion,

ich habe Ihren o.g. Artikel gelesen und bin enttäuscht über unsere Naturschützer. Nur Konjunktiv – „hätte, wenn und aber – alles nur ...“.

Um den wahren Informationsgehalt herauszulesen, muss man diesen Artikel wirklich Zeile für Zeile analysieren.

Die ANUO hat eingeladen, ist zu lesen. Wer wurde eingeladen? Weder in der örtlichen Presse noch im Gemeindeblatt und auch an anderer Stelle (z.B. Fallbergfest) habe ich eine Einladung gesehen. Also eine Veranstaltung bei der die Naturschützer unter sich bleiben wollten. Ist auch viel einfacher, die Diskussionsbeiträge zu steuern.

Herr Eggers bemängelte eine bislang fehlende Bürgerbeteiligung. Ich finde, die Bevölkerung hatte bereits einige Möglichkeiten zur Beteiligung und zur Information. In zwei öffentlichen Gemeinderatssitzungen im Jahr 2009 wurde das Projekt vorgestellt. Dort hat jeder Bürger das Recht Fragen zu stellen und Anmerkungen zu machen. Der FDP Ortsverband hatte am 18.03.10 zu einer öffentlichen Veranstaltung geladen zu der auch Herr Eggers persönlich eingeladen wurde. Dort wurde kontrovers diskutiert und Für und Wider abgewogen. Das gehört zum demokratischen Meinungsbildungsprozess. Die Berichterstattung der BZ vom 20.03.10 zeigt, dass sich Herr Eggers dort nur sehr ausweichend geäußert hat.
An dieser Veranstaltung hat Herr Benone die Bevölkerung aufgerufen Vorschläge zu machen und sich an der Planung zu beteiligen. Die FDP hat dazu ihr Forum bereitgestellt. Auch im Forum der BZ kann jederzeit eine Diskussion angestoßen werden.
Sowohl beim Fallbergfest als auch beim Baslerstraßenfest hat die Gemeinde die Lagune vorge-stellt. Der Stand konnte immer mit führenden Gemeindemitarbeitern diskutiert werden. Zusätzlich stand der Bevölkerung ein „Kummerkasten“ zur Verfügung in den sie ihre Meinung anonym depo-nieren konnte.
Der Flächennutzungsplan liegt zurzeit zur Einsicht der Bevölkerung bereit. Im Rathaus können Einsprüche und Anmerkungen vorgetragen werden.
Bei diesen ganzen Möglichkeiten die fehlende Bürgerbeteiligung zu monieren, geht eher am Thema vorbei.

In einem Satz sieht Herr Abt die Gelbbauchunke bedroht. Im nächsten Satz sagt er, die Unke besiedle Pfützen und Tümpel. Im Kieswerk und im Asphaltwerk gibt es keine Pfützen und Tümpel. Das Gelände gleicht eher einer Mondlandschaft.
Wie auch im Kommentar „Schon gehört: Steinkauz grüßt“ von „rs“ zu lesen ist, hat auch der BUND die Unke bisher nicht gefunden. Also alles nur schöne Wunschvorstellungen.
Erst durch die geplante Lagune wird neuer Lebensraum für Flora und Fauna geschaffen.

Die Mitglieder der ANUO vermuten, dass die Lagune verschlammt. Da hätte der Projektverfasser gar keine ausgewiesenen Fachingenieure mit Erfahrung im Bau von Wohn- und Hafenanlagen hinzuziehen müssen.

Die nächste Befürchtung: Die Lagunenbewohner lassen ihre Haustiere die Kleinlebewesen am Rheinufer ausrotten. Beamte, Selbständige und Facharbeiter liegen bei der Hundehaltung vorn, die angesprochene Zielgruppe (Manager + Forscher im gehobenen Kader) gehört nicht dazu. Statistiken zu anderen Haustieren (Schlangen, Spinnen oder auch Gelbbauchunken) liegen leider nicht vor.

Herr Eggers sagt, das Rheinufer wäre in erster Linie ein Erholungsgebiet für den Menschen. Da hat er wirklich Recht. Durch die Lagune wird die natürliche Küstenlinie des Rheins vor allem im östli-chen Bereich verlängert/vervielfacht. Flora und Fauna bekommt deutlich mehr Platz zur Ansiede-lung als heute vorhanden ist. Die Mondlandschaft der Industrie verschwindet. Die Verbrennung von Braunkohlenstaub wird eingestellt.

Herr Eggers, die Gemeinde hat sich bereits positioniert! Nahezu alle Parteien in unserer Gemeinde haben sich grundsätzlich positiv geäußert. Dies sowohl in der Presse als auch im Gemeinderat.

Der Satz zur einzelnen Familie, die Gewinn machen möchte, durfte natürlich auch nicht fehlen. Den haben wir doch schon mal gehört? (BZ 29.01.10, „KOMMENTAR: Keine Schweizer!?!“) Damals war er sogar noch mit der Farbe des Passes verknüpft. Herr Eggers hat am 02.02.10 in seinem Leserbrief an die BZ versucht, diese Aussage zu relativieren. Jetzt kommt dieser neidvolle Satz schon wieder, wenn auch in anderer Form.
Solch ein Satz hat bei einer Betrachtung des Umwelt- und Naturschutzes nichts verloren.

Unsere Gesellschaft wird immer durch Ideen und Visionen einzelner vorangetrieben. Die Visionen müssen immer wieder mit der Realität abgeglichen werden. Zwei Schritte vor und einen zurück. Nur so können wir uns sinnvoll entwickeln.
Ich fordere den BUND auf, sich an kontroversen Diskussionen zu beteiligen. Schmoren im eigenen Saft und Monokulturen haben noch niemanden gut getan.


Zurückkommend auf meine Einleitung: Der Konjunktiv ist nicht zielführend. „Eine Nachricht ist erst dann eine Nachricht, wenn der zweite den ersten Blick darauf bestätigt." Zitat Pulitzer.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Drewello


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 Betreff des Beitrags: Re: BZ - Artikel „Gelbbauchunke bremst die Lagune“
BeitragVerfasst: Mo 5. Jul 2010, 12:25 
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Registriert: Sa 6. Jun 2009, 06:26
Beiträge: 103
Wohnort: Wyhlen
Name: Frank Drewello
Hallo Zusammen,

da es niemand anders macht, antworte ich mir mal selber:

Nach dem Leserbrief in der BZ (Link) habe ich viel Zuspruch erhalten. Auch ausserhalb unserer Partei ist meine Meinungsäusserung bestätigt worden.
Einer der Gründungsmitglieder des BUND der viele Jahre Aufbauarbeit in Grenzach-Wyhlen geleistet hat, hat mich in meinen Aussagen deutlich unterstützt.

Heute lese ich dann in der BZ die Aussage von Rolf Rode:
Zitat:
Von einem "Club der Verhinderer" sprach bei der Versammlung der scheidende Vorsitzende Rolf Rode in Bezug auf Umweltschützer und Gelbbauchunke. Die Personen, die diesem "Club" angehören, würden alles daran setzen, sinnvolle Projekte zu verhindern.
Hier der ganze Artikel: Badische Zeitung
Ich habe versucht diesen Eindruck an Hand des ursprünglichen "Naturschutz-Artikels" Zeile für Zeile nachzuweisen.
Rolf Rode bringt es auf den Punkt. Danke dafür.

@Herr Eggers:
Hallo Herr Eggers, falls Sie hier mitlesen: Ich bedauere es ausserordentlich, dass Sie nach dem Leserbrief nicht mehr mit mir diskutieren möchten. Ich finde es schade. Aber es bestätigt meinen Eindruck. Mit diesem Eindruck bin ich ja auch nicht alleine, wie Sie heute in der Zeitung lesen können.
Sie haben auch hier Gelegenheit zu diskutieren, das Forum ist für alle geöffnet.

Danke + Gruss
Frank Drewello


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