Aktuelle Zeit: Mo 11. Dez 2017, 04:49

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




 Seite 1 von 1 [ 1 Beitrag ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Wirtschaftspolitik - ein 3-schneidiges Schwert?
BeitragVerfasst: Do 15. Apr 2010, 13:05 
Vorstand
Benutzeravatar

Registriert: Sa 6. Jun 2009, 06:26
Beiträge: 103
Wohnort: Wyhlen
Name: Frank Drewello
Die Krankenkassen- und Krankenversicherungsbeiträge steigen immer weiter. Die Ausgaben für unsere Gesundheit sind kaum mehr zu finanzieren.
Die Maßnahmen unseres Gesundheitsministers Philipp Rösler sind dringend erforderlich. Vielen gehen sie noch nicht weit genug.

Trotzdem warnen die Pharmaunternehmen bereits jetzt vor der grossen Katastrophe. Das waren doch die Informationen aus dem Hauptausschuss:

Zitat:
So zeige sich die Firma Roche alarmiert wegen des vom Bund angedachten 16-prozentigen Rabatts auf innovative Arzneimittel. Auch würde der Gewinn sinken und das habe schließlich auch wieder Auswirkungen auf die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde.
Der ganze Artikel ist hier: Badische Zeitung

So ganz schlecht kann es aber eigentlich nicht sein
Da habe ich doch gerade etwas gelesen. Aktuell von heute, 15.04.2010:

Zitat:
Roche sei "sehr stark und weit über dem globalen Pharmamarktdurchschnitt ins neue Jahr gestartet", kommentiert Analyst Michael Nawrath von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Soweit die Umsatzzahlen Rückschlüsse auf die operative Geschäftstätigkeit erlaubten, sehe er keinerlei Schwächen im Umsatzwachstum der existierenden Produkte und mit Blick auf die Pipeline-Entwicklung. "Eine kontinuierliche Margenverbesserung dürfte ab 2010 die Anleger überzeugen", glaubt der Experte und beließ die Titel auf "Übergewichten". Roche wuchs im ersten Quartal in seinem Pharmageschäft erneut stärker als der Weltmarkt. In lokalen Währungen stieg der Umsatz der Pharmasparte um 10 Prozent auf 9,7 Milliarden Schweizer Franken (6,8 Mrd Euro).
Der Rest vom Artikel ist hier: Financial Times Deutschland

Ok, 10% mehr Umsatz ist nicht alles. Erlös ist (auch) wichtig! Mal schauen, was wir hierzu finden:

Zitat:
Die Schweizer meldeten einen Anstieg beim Konzernerlös von neun % auf 12,24 Mrd. Schweizer Franken und damit mehr als prognostiziert. Zudem wurde der Ausblick für die Roche-Gruppe bestätigt.

Der Rest ist hier: Financial Times Deutschland

Naja, 9% Erlössteigerung in 2009, in einem Jahr der weltweiten Wirtschaftskrise . . .

Gewinn nach Steuern/Jahresüberschuss in CHF 2009=>8,51 Mrd.
Umsatzrendite (netto) in % 2009=>15,87

Oberflächlich betrachtet ist die Wirtschaftspolitik der FDP Grenzach-Wyhlen ein viel-schneidiges Schwert:

1. Die Gemeinde, die Arbeitsplätze und die Gewerbesteuer, schon zwei Seiten die nicht ganz zusammengehen, wenn man den Informationen des Bürgermeisters glaubt. Sie entwickeln sich gleich. Arbeitsplätze werden weniger, Gewerbesteuer wird weniger.

2. Die Gesundheitspolitik auf Bundesebene. Einsparungen bei den innovativen Medikamenten (nur ein kleiner Teil des Pharma-Umsatzes). Die Umsatzträger der Unternehmen sind zum grossen Teil nicht neu und innovativ, sondern schon lange am Markt. Die Einsparungen kommen der ganzen Bevölkerung zu Gute.

3. Die allgemeine liberale Politik. Den Mittelstand stärken.

Wenn man genauer schaut, dann ist nach meiner Meinung der 3. Punkt der Wichtigste.
Die Gemeinde ist mit ihrer Finanzierung (Gewerbesteuer) abhängig von wenigen Großunternehmen. Die Namen wurden alle im Hauptausschuss genannt. Nahezu 80-90% der Gewerbesteuer kommt von 3-4 Firmen.

Wir müssen die Einnahmen auf viele Schultern verteilen und auch in unserer Gemeinde den Mittelstand stärken. Auf Neudeutsch würde man sagen: die Gemeinde muss diversifizieren. http://de.wikipedia.org/wiki/Diversifikation_(Wirtschaft)

Aber nicht nur die Gewerbeeinnahmen sind zu stärken, sondern auch die anderen Einnahmequellen (Zuteilung aus Einkommensteuer, Umsatsteuer). Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist die Rhein Lagune zwingend notwendig.

Die Ausgaben sind zu minimieren. Wenn aus der Gemeindeverwaltung keine innovativen Vorschläge zur Einsparung kommen, dann ist der FDP-Vorschlag aus der Haushaltsdebatte unbedingt aufzugreifen. 10% Einsparung aus jeden Bereich.

Leider hört man zum Thema Einsparungen wenig. Die Gemeinde lebt seit Jahren von Rücklagen (aus der Gewerbesteuer). Auf absehbare Zeit, werden diese Rücklagen nicht wieder aufgefüllt. Eine Steuernachzahlung einzelner Unternehmen wie in der Vergangenheit, ist für die nächsten 5-10 Jahre sehr unwahrscheinlich.

Dort müssen wir unsere Anstrengungen deutlich erhöhen.
Meine Meinung.

Danke fürs Lesen.
Gruss Frank


Offline
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
 Seite 1 von 1 [ 1 Beitrag ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  

cron