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 Betreff des Beitrags: Studiengebühren
BeitragVerfasst: Di 1. Dez 2009, 17:14 
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Registriert: Sa 6. Jun 2009, 06:26
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Name: Frank Drewello
In einigen Bundesländern gibt es Studiengebühren, in andern gibt es diese Gebühren nicht. In Baden-Württemberg müssen die Studenten 1.000 EUR pro Jahr bezahlen.

Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen. Beispielsweise sind Studenten mit Geschwistern befreit.

Hindert diese Gebühr einzelne/viele junge Menschen zu studieren?
Frau Schavan hat am Sonntag in der ARD gesagt, dass die Bundesländer mit Gebühren einen überdurchschnittlichen Zuwachs an Studenten haben im Verhältnis zu Bundesländern ohne Gebühren.

Kommen die Studenten wegen der Gebühr? Nein, sicherlich nicht. Niemand ist bereit für etwas zu zahlen, das er woanders gleichwertig gratis erhalten kann. Also muss es ein anderer Anreiz sein.
Das Geld geht direkt an die Hochschulen und soll dort zur Verbesserung der Ausstattung etc. eingesetzt werden. Teilweise werden auch Professorenstellen mit dem Geld geschaffen.

Also bekommen die Studenten eine Gegenleistung. Wenn Leistung und Gegenleistung ausgeglichen sind, gibt es keine Wanderungen von A nach B. Es ist gleichwertig. Da es aber nach Frau Schavan diesen überdurchschnittlichen Zuwachs gibt, muss es sich lohnen. Die Studenten bekommen einen Mehrwert.

Ist der Betrag zu hoch?
1000 EUR sind geschätzt 100 bis 200 Std. Arbeitszeit, je nach Region und Job.

Einen eigenen finanziellen Beitrag zu leisten, kann auch die persönliche Ernsthaftigkeit ausdrücken und eine Selbstverpflichtung sein.

Wie seht Ihr das?

Danke + Gruss
Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Studiengebühren
BeitragVerfasst: Do 3. Dez 2009, 20:24 
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Registriert: Fr 27. Mär 2009, 10:40
Beiträge: 90
Wohnort: Grenzach-Wyhlen
Name: Dr. Tilo Levante
Themen: Ausbildung, Schule, Wirtschaft
Hallo Frank,

ein Zitat auf dem neuen Grundsatzprogramm der FDP Baden-Württemberg:

"Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung. Bildung muss für jeden Menschen ohne
Hindernisse verfügbar sein. Das schließt nicht aus, dass die Gesellschaft im Sinne der
Eigenverantwortung den einzelnen Bildungswilligen nach Maßgabe seiner Leistungsfähigkeit
zu materiellen Beiträgen zur Verbesserung der Qualität und der Strukturen heranzieht."

Studiengebühren sind vielleicht entsprechend der Leistungsfähigkeit sinnvoll, aber nicht grundsätzlich.

Ein konkretes Beispiel aus den USA. Das MIT (Cambridge) verlangt 25.000 Euro Studiengebür pro Jahr, allerdings wird die Gebühr (von der privaten Uni!) Studenten aus Familien mit weniger als 50.000 Euro Jahreseinkommen vollständig erlassen. (Bei höheren Einkommen gibt es Nachlässe und Stipendien).
Und es ist kein Kredit.

Die USA bewegt sich weg von hohen Studiengebühren. Wir versuchen das jetzt einzuführen.

Ich bin der Meinung, dass wir als Land das gerade durch unsere sehr gute Ausbildung reich geworden ist, die Bildung fördern müssen. Baden-Württemberg gibt 3,7 Milliarden Euro für Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen aus. Die Einnahmen aus Studiengebühren betragen gerade 180 Millionen pro Jahr, das sind also gerade 5% der Ausgaben.

Was ist das Ziel von Studiengebühren?
- Die Finanzierung der Hochschulen? Dafür reicht es bei weitem nicht!
- Was sonst?

Meiner Meinung nach sollten die heutigen Studiengebühren abgeschafft werden.

Grüsse

tilo


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