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 Betreff des Beitrags: "Campus"
BeitragVerfasst: Fr 8. Mai 2009, 07:34 
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Registriert: Di 28. Apr 2009, 10:26
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Name: Bernd Herzog
Nach dem neuesten Bericht in der Badischen Zeitung betreffend die Sitzung des Gesamteltern-
beirats scheint es ja keinen ernsthaft zu interessieren, wie sich sicherlich notwendige Maßnahmen in der Schullandschaft von Grenzach-Wyhlen unter dem Gesichtspunkt der Mach-
barkeit und Finanzierbarkeit lösen lassen. Da wird halt einfach mal "gefordert", den unange-
nehmen Teil, insbesondere hinsichtlich der Finanzierung, sollen andere machen. Auch ein
Standpunkt. Aber halt: Bildung auf Kosten der Finanzierung, das geht ja nicht. Zum Glück
hat die FDP da gute Lösungsansätze, man muß sich nur mit denen beschäftigen.


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 Betreff des Beitrags: Re: "Campus"
BeitragVerfasst: Fr 8. Mai 2009, 12:04 
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Name: Harry Vogt
Hallo,

ich kann mich der Meinung von Bernd nur anschliessen, es ist eigentlich schon unverantwortlich mit welcher Ignoranz Forderungen von gewissen Personen im Elternbeirat gestellt werden. Durch diese "Träumereien" haben wir jetzt schon ein Jahr lang Stillstand anstatt endlich und sofort notwendige Veränderungen in Angriff genommen werden. Es ist nicht vernüftig erklärbar wieso ein neues Schulgebäude für die Hauptschule gebaut werden soll und damit gleichzeitig zwei bestehende Gebäude (Linden- und Bärenfelsschule) dann grösstenteils leerstehen, nachdem diese für viel Geld renoviert wurden und werden. Die Aussage, dass diese ja dann verkauft werden könnten zeugt auch nur von einer absoluten Unkenntniss des hiesigen Immobilienmarktes.
Wieso konzentrieren wir uns nicht auf die schon lange notwendige Erweiterung der Räume im Schulzentrum, damit würde akute Raumnot beseitigt und sehr kurzfristig eine erheblich bessere Unterrichtsgestaltung ermöglicht. Die Kosten hierfür betragen einen Bruchteil dessen, was für einen kompletten Neubau (Campus) veranschlagt werden müsste. Sollte sich in 10 oder 15 Jahren die Situation ergeben (siehe dazu Beitrag von Tilo zur Entwicklung der Schülerzahlen), dass die Schülerzahlen im Bildungszentrum rückläufig sind kann man wieder über eine Integration der Hauptschule im Schulzentrum nachdenken. Bis dahin halte ich die von uns vorgeschlagene Zusammenlegung beider Hauptschulen in der Bärenfelsschule immernoch für die vernüftigste und auch am schnellsten umsetzbare Lösung. Eine intensiveren Zusammenarbeit zwischen Hauptschule und Realschule ist auch bei dieser Lösung möglich, man muss nur wollen! Seit vielen Jahren haben viele Schüler des Schulzentrums Sportunterricht in den Turnhallen oder im Hallenbad in Grenzach
genauso könnten Hauptschüler Unterrichtseinheiten in der Realschule besuchen, man muss nur wollen!

Viele Grüsse
Harry


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 Betreff des Beitrags: Re: "Campus"
BeitragVerfasst: Fr 8. Mai 2009, 16:43 
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Hallo Harry,

wenn eine Zusammenarbeit der Hauptschule mit der Realschule stattfinden soll, dann kann die auch bereits jetzt stattfinden. Die Lindenschule ist sehr nahe beim Bildungszentrum.
Soweit ich weis, gibt es aber keine (oder kaum) Zusammenarbeit. Eine Entfernung von weningen Gehminuten kann kaum der Hinderungsgrund sein.

Und konkrete Themen gäbe es doch genug. Ein Hauswirtschaftskurs (freiwillig?) für Gymnasiasten wäre doch ein Ansatz (auch Studenten haben einen kleinen Haushalt)!

Kooperation benötigt vor allem persönlichen Einsatz. Einsatz benötigt Zeit der Lehrer. Diese Zeit wird aber jetzt mit Raumnot und Verwaltung von Mangel an Ressourcen behindert.
Ein Lehrer kann wichtige Unterlagen nicht in der Schule lagern, selbst Zeugnisse werden zeitweise Zuhause gelagert. Unterrichtsmaterialien müssen zuhause gelagert werden, weil kein Platz vorhanden ist. Es macht ja auch keinen Sinn diese in der Schule zu lagern, da die Unterrichtsvorbereitung mangels Arbeitsplätzen gar nicht in der Schule erfolgt.

Drei PCs für 50 Lehrer sind eine Zumutung. Wie soll ein Lehrer ohne PC Arbeitsplatz seinen Schülern überhaupt den Einsatz von EDV im Betrieb erklären. Er verwendet Email, Kalender und Dateiablagen nur als Einzelnutzer und nicht im Team.

Unsere erste Aufgabe ist es den aktuellen Raummangel zu beseitigen, dann die Infrastruktur in allen Schulen zu modernisieren. Einsparungen durch Zusammenlegen der Grundschulen sollten dringend realisiert werden. Hier wird viel Geld verschwendet.

Grüsse

tilo


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 Betreff des Beitrags: Re: "Campus"
BeitragVerfasst: Mi 20. Mai 2009, 12:38 

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Hallo zusammen,

Ich persönlich halte die Campuslösung für wenig sinnvoll und bin damit voll eurer Meinung. Wie bereits auch schon angesprochen wurde, müssten da auch die Lehrer mitziehen und dies wird aus eigener Erfahrung schwierig bis unmöglich. Für einige ist es jetzt in der momentanen Situation schon schwierig die Schüler unter Kontrolle zu halten, wie würde es dann erst mit gegebenenfalls noch mehr Schülern? Was zusätzlich nicht unterschätzt werden darf, ist der Unterschied zwischen den einzelnen Schulen. Ja, es würden vielleicht alle auf eine Schule gehen, aber ich glaube, dass die einzelnen Schüler der Schulen dies wohl kaum anstreben. Auch die Schüler müssten untereinander zusätzlich mit den Lehrern kooperieren. Ich weiß nicht, wie die Befürworter der Campuslösung sich das vorstellen. Da würde mich höchstens das Kostenargument überzeugen, aber auch das spricht ja gegen den Campus.
Diese Argumente beziehen sich ebenfalls auf die Zwischenlösung einige Räume für Hauptschüler bereit zu halten, falls die Schülerzahlen in großem Umfang zurück gehen sollten. Nicht umsonst wird versucht das Pendeln zwischen Sporthallen und Schule zu vermeiden. Schüler gehen unterwegs "verloren" oder kommen zu spät zur nächsten Stunde. Teilweise müssen gar Eltern als Fahrer organisiert werden, um eben dies zu vermeiden. Da es andere Lösungen gibt, sollte aufgrund dessen dazu tendiert werden diese zu wählen.
Meiner Meinung nach müsste da auch bei den beiden Hauptschulen angesetzt werden.
Um den Ansatz mit einem Hauswirtschaftskurs aufzugreifen... Es wird nicht möglich sein noch mehr Stunden einzuführen, vor allem nicht mit dem G8. Im übrigen lernen die Studenten dann schon Kochen, wenn es notwendig ist! ;)
Zu den PC: Also bis vor 2 Jahren waren noch genügend PCs am Gymnasium vorhanden. In meiner ganzen Schullaufzeit waren wir wenns hoch kommt 3 mal am PC. Fragt mal wieviele Lehrer überhaupt wissen, wie sie einen PC zu bedienen müssen. Die Gründe würd ich gerne hören für was Lehrer mehr PCs benötigen.
Was meiner Meinung nach viel wichtiger ist:
Warum gammelt der Boden in der Schule eigentlich immer noch vor sich hin (glaubt mir, der lebt!)? Stellt euch mal vor, ich hab im Physikraum mal eine tote Maus unterm Papierkorb gefunden... Wie ist sowas möglich? Für Kopieen, sowie für Folien (für die ein Schüler mindestens 5 pro gutes Referat braucht), wird Geld verlangt... Wenn irgendwo angesetzt werden müsste, dann dort!
Vielleicht wäre es nicht schlecht einmal ein paar Meinungen von Schülern (die ab 18 sind auch eure Wähler ;)) oder Eltern einzuholen! Nicht ohne Grund fühlen sich gerade junge Leute von der Politik nicht angesprochen! Soviel dazu, um euch einmal eine Meinung von einer bis vor kurzem von der Situation noch betroffenen zu präsentieren! :)

Viele Grüße,
Sabrina


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 Betreff des Beitrags: Re: "Campus"
BeitragVerfasst: Fr 22. Mai 2009, 11:53 
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Hallo Sabrina,

herzlich willkommen und vielen Dank für deinen Kommentar.

Sabrina hat geschrieben:
Für einige ist es jetzt in der momentanen Situation schon schwierig die Schüler unter Kontrolle zu halten, wie würde es dann erst mit gegebenenfalls noch mehr Schülern?

Ich persönlich halte das weder für ein Pro noch Kontra Argument.
Der Nachteil, dass mehr Schüler auf dem selben Schulhof resp. im selben Gebäude mehr Herausforderungen für die Aufsicht bringt, ist sicher richtig.
Etwas Gutes hat es natürlich auch, wenn die Schüler mehr zusammenleben müssen. Im späteren Beruf wird das ja auch so sein! Und Ausgrenzen von einzelnen Gruppen, ganz egal aus welchen Gründen, halte ich für falsch.

Sabrina hat geschrieben:
Nicht umsonst wird versucht das Pendeln zwischen Sporthallen und Schule zu vermeiden. Schüler gehen unterwegs "verloren" oder kommen zu spät zur nächsten Stunde. Teilweise müssen gar Eltern als Fahrer organisiert werden, um eben dies zu vermeiden. Da es andere Lösungen gibt, sollte aufgrund dessen dazu tendiert werden diese zu wählen.

Für jüngere Schüler ist das sicher richtig, aber von älteren Schülern würde ich schon erwarten, dass sie den Weg zur Turnhalle finden. Spätestens mit Beginn der Ausbildung muss das möglich sein. Für die unteren Klassen ist das sicher ein Problem.

Sabrina hat geschrieben:
Was meiner Meinung nach viel wichtiger ist:
Warum gammelt der Boden in der Schule eigentlich immer noch vor sich hin (glaubt mir, der lebt!)? Stellt euch mal vor, ich hab im Physikraum mal eine tote Maus unterm Papierkorb gefunden... Wie ist sowas möglich? Für Kopieen, sowie für Folien (für die ein Schüler mindestens 5 pro gutes Referat braucht), wird Geld verlangt... Wenn irgendwo angesetzt werden müsste, dann dort!


Der Boden wurde ja inzwischen sanniert. Aber die Frage nach der Lernmittelfreiheit ist natürlich sehr berechtigt. In Baden-Württemberg gilt ja Unterricht und Lernmittel an den öffentlichen Schulen sind unentgeltlich.. Leider wird das oft ignoriert (und nicht nur in Grenzach-Wyhlen). Eltern (wie ich) die darauf drängen, dass die gesetzlichen Regelungen eingehalten werden, werden belehrt, dass dadurch die Mittel in der Schule knapper werden und dann der Unterricht schlechter wird.
Leidtragende davon sind Familien bei denen die Finanzen knapp sind! Ein sehr unsoziales Verhalten der Schule.

Sabrina hat geschrieben:
Vielleicht wäre es nicht schlecht einmal ein paar Meinungen von Schülern (die ab 18 sind auch eure Wähler ;)) oder Eltern einzuholen! Nicht ohne Grund fühlen sich gerade junge Leute von der Politik nicht angesprochen!

Da sind wir beide einer Meinung. Die Umfrage wird auch kommen.

Grüsse

tilo


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 Betreff des Beitrags: Re: "Campus"
BeitragVerfasst: Mi 27. Mai 2009, 12:00 

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Hallo,

Zunächst zur Schulhofsituation:
Also ich finde schon, dass das ein Kontraargument ist. Nehmen wir einmal eine normale Schulhofsituation, wie sie jeden Tag mindestens einmal vorkommt:
Ein Schüler des Gymnasiums wird bei etwas Unerlaubtem von einem Lehrer der Realschule erwischt. Der Schüler wird sich von einem Lehrer der „anderen“ Schule nichts sagen lassen, schließlich ist es kein Lehrer „seiner“ Schule. Jetzt müsste der Lehrer zu einem Kollegen des Gymnasiums gehen. Nun ist Kooperation gefragt, die es an dieser Stelle leider aber in den wenigsten Fällen gibt. Das gleiche gilt natürlich auch anders herum (Schüler der Realschule, Lehrer Gymnasium). Wie soll es dann erst werden, wenn drei „verschiedene“ Schulen auf einem Gelände sind? Wie beschrieben, soll es zwar ein extra Schulhof für die Hauptschule geben. Aber man wird die Schüler wohl kaum davon abhalten können die Schulhöfe zu wechseln, sind ja keine Affen im Zoo... Und den Lehrern fällt es ja jetzt schon schwer zu unterscheiden, wer zu welcher Schule gehört (wie auch? Sie können ja nicht alle kennen! Mal davon abgesehen, dass manche sogar Schüler benoten, die bereits die Schule gewechselt haben, aber das ist ein anderer Punkt.).
Folge: Kooperation ist gefragt, die es heute schon nicht gibt. Vielleicht lassen sich die Lehrer noch davon überzeugen, aber wie wollen wir das einem Schüler klar machen?
Zum Zusammenleben: Da haben sie wohl recht, Herr Levante! Zusammenleben üben ist immer gut! Aber das kann auch so geübt werden und ist aus meiner Sicht kein Argument. Auch jetzt schon haben wir viele verschiedene Schüler mit denen das Zusammenleben geübt werden kann. Und einige Lehrer sorgen schon dafür, dass ein Schüler auf das spätere „harte Leben“ vorbereitet ist, indem - ich zitiere - ein Schüler „auch mal ins kalte Wasser geworfen werden muss“.
Dies führt auch schon zum nächsten Punkt:
Haben Sie schon einmal eine Schule gesehen, wo kein einziger Schüler ausgegrenzt wird? Wo es keine Gruppenbildung gibt? Ich glaube es gibt nicht einmal eine einzige Klasse in der sich keine Gruppen bilden. Man kann ja auch nicht jeden mögen. Obwohl es teilweise auch über das „Nichtmögen“ hinaus geht. Ich kenne Leute, die heute noch Probleme miteinander haben (Gymi <-> Real), die ihren Ursprung auf dem Schulhof eben dieser Schule haben und diese Leute sind schon seit 10 Jahren nicht mehr auf der Schule! Das ist nicht die Regel? Dann besuchen wir doch einmal ein Fasnachtsfest... Und selbst wenn, es nicht jeden Schüler betrifft, so lässt sich diese Tatsache nicht unter den Tisch kehren. Diese Gruppen werden mit einer Dritten Schule nicht weniger und werden sich auch nicht vermeiden lassen...
Klar kann von älteren Schülern erwartet werden, dass sie den Weg zur Halle finden! Finden sie ja auch. Meistens zumindest... In einigen wenigen Fällen finden sie auch den Weg zu Zettel und Stift... Man kann sich die Entschuldigung ja nun selber schreiben... hi hi, Spaß! :D
Zum Boden: Keine Angst, da hab ich mich schlau gemacht. Ja, es ist richtig der Boden wurde erneuert, zumindest teilweise. Aber eben immer noch nicht komplett im ganzen Gebäude, wie ich erfahren habe. Was mich allerdings wundert ist, dass an einigen Stellen PVC und an anderen Stellen wieder Teppichboden verlegt wurde. Warum macht man das nicht einheitlich? Außerdem haben wir ja dann in 30 Jahren wieder das gleiche Problem... Aber da wird sich ein schlauer Mensch sicher Gedanken gemacht haben, der mehr Ahnung von Schulböden hat als ich...
Ansonsten kann ich mich dem bereits Gesagten nur anschließen.
Die Idee mit der Umfrage finde ich gut!

Viele Grüße,
Sabrina


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