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 Betreff des Beitrags: Vogelschutz - über die Köpfe GWs hinweg?
BeitragVerfasst: So 20. Feb 2011, 23:19 
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Name: Frank Drewello
Pressemitteilung: Grenzach-Wyhlen, den 20.02.2011

Vogelschutz über die Köpfe Grenzach-Wyhlens hinweg?

Managementplan zum Vogelschutzgebiet Gleusen noch bis zum 25. Feb. offen gelegt. Grenzach-Wyhlen wird in der Adressliste nicht erwähnt. Ein fragwürdiges Vorgehen des Regierungspräsidiums Freiburg.

Das FFH Gebiet Gleusen ist für Grenzach-Wyhlen ein Großprojekt. Ein erheblicher Teil der nutzbaren Fläche im Tal wird blockiert. Dadurch wird ein Zusammenwachsen der Ortsteile auf Dauer verhindert.
Frau Dahlendorf, Vorsitzende des BUND BaWü, fordert aus Stuttgart 21 Lehren zu ziehen. Bei Großprojekten muss viel früher ein Dialog mit den Bürgern und Betroffenen erfolgen. Die Fakten müssen vollständig auf den Tisch, so dass sich alle beteiligen können. Die FDP stellt fest: „Beim Projekt Vogelschutz in Grenzach-Wyhlen werden diese Lehren wieder einmal ignoriert!“

Das Vogelschutzgebiet wurde vor einigen Jahren an die EU gemeldet. Jetzt wird der Managementplan in Weil, und nicht in Grenzach-Wyhlen ausgelegt. Die Gemeinde war wohl an der Erstellung nicht beteiligt, zumindest fehlt ihre Adresse im Managementplan.

Im Gebiet Gleusen soll im wesentlichen die Zaunammer geschützt werden. Es wurden sieben bis neun Reviere gesichtet. Wie bereits der Vogelkundler Heiko Müller-Stieß in seinem Bericht vor dem Gemeinderat 2010 betonte, ist Fakt, dass sich die Zaunammer in Europa massiv ausbreitet. Die Population hat sich in 15 Jahren mehr als verdreifacht. Auch ohne Vogelschutzgebiete wächst der Bestand in ganz Europa, einen besonderen Schutz hält er für nicht erforderlich.

Auch in Grenzach-Wyhlen breitet sich die Zaunammer in andere Gebiete aus, von den gesichteten Revieren sind 30% außerhalb des Schutzgebietes Gleusen. Die Zaunammer fühlt sich offensichtlich auch in sogenannten Störgebieten (z.B. dem Parkplatz beim Bildungszentrum, mit einer hohen Lärmbelastung durch Schüler) wohl.
Für Heiko Müller-Stieß ist klar: „Die Art stirbt nicht aus, selbst wenn das Vogelschutzgebiet Gleusen verschwinden würde. Für den europäischen Bestand hat das Grenzacher Gebiet keine besondere Bedeutung, ich halte die ganze Sache für überzogen.“

Einige Behörden scheinen hier wieder einmal über das Ziel hinauszuschießen und ein unbedeutendes Gebiet mit Hilfe von Europa zu einen Schutzgebiet zu machen. Obwohl Fachleute das für unnötig halten. Die Vorgehensweise erweckt das Gefühl, die Betroffenen in Grenzach-Wyhlen sollen heimlich still und leise übergangen werden.

Das Regierungspräsidium setzt den Bürgern eine Frist bis zum 11. März 2011, um sich zu dem Managementplan zu äußern. Nach den vielen früheren Protesten aus Grenzach-Wyhlen wurde der Plan so leise ausgelegt, dass Grenzach-Wyhlener Bürger davon eher zufällig erfahren habe (öffentliche Auslegung bis zum 25. Februar 2011, Kommentare bis zum 11. März 2011).
Link zum Managementplan

Die FDP bittet alle Bürger diese Möglichkeit zu nutzen und gegen die Vorgehensweise beim Regierungspräsidium Freiburg, Referat 56, Bissierstr. 7, 79114 Freiburg, Frau Martina Ossendorf, oder per Mail an martina.ossendorf@rpf.bwl.de , Managementplan für das FFH Gebiet 8311-441, zu protestieren. Die FDP bietet dazu auf Ihrer Webseite einen vorbereiteten Brief an (Link zum Download ).

Wie bereits von Frau Dahlendorf (BUND) gefordert, wäre eine öffentliche Diskussion für solche Grossprojekte erforderlich. Die FDP Grenzach-Wyhlen erwartet, dass die Behörden, vor einer Beschlussfassung, an die Bürger herantreten und öffentlich die Fakten diskutieren. Fritz Gerbel von der FDP kämpft seit Jahren für eine Verlegung des Schutzgebietes nach Süden.
Die aktuellen Beobachtungen zeigen, die Zaunammer hat diesen Umzug bereits vorbereitet. Jedes dritte Paar ist schon umgezogen. Ob die Zaunammer die regionale Presse liest, ist nicht bekannt.

Bürgermeister Lutz hat viel positive Erfahrungen mit der Beteiligung von Bürgern bei Planungen. Die FDP schlägt dem Regierungspräsidium vor, auf diese Erfahrungen zurückzugreifen und die Bürger zu beteiligen.
Dank der guten Infrastruktur ist Grenzach-Wyhlen einer der wenigen Orte mit einem stetigen Bevölkerungszuwachs. Der Ort benötigt innerorts Flächen für eine nachhaltige Weiterentwicklung, damit sich die positive Entwicklung fortsetzen kann. Die FDP hat sich zum Ziel gesetzt: „Grenzach-Wyhlen soll eine Gemeinde bleiben, in der es sich lohnt zu leben, als Tier und Mensch.“

Ansprechpartner: Fritz Gerbel, fritz.gerbel@web.de
Dr. Tilo Levante, Tel. 0171 3540478, tilo@levante.de


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