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 Betreff des Beitrags: Planungswerkstatt Lagune
BeitragVerfasst: Sa 30. Okt 2010, 10:11 
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Registriert: Mo 30. Mär 2009, 17:10
Beiträge: 15
Wohnort: Grenzach-Wyhlen
Name: Harry Vogt
Hallo Zusammen,
es freut mich, dass soviele Bürgerinnen und Bürger und vor allem auch FDP-Mitglieder und Symphatisanten an der Planungswerkstatt teilgenommen haben.
Für mich gibt es als Fazit dieses Abends eigentlich nur eines:
Diese Idee ist eine einmalige Change für Grenzach-Wyhlen und steht genau unter dem Motto "Eine Gemeinde in der es sich lohnt zu leben".
Mit der Bebauung Lagune würden viele Probleme in der Gemeinde gelöst:
1. Wir hätten endlich einen vernüftigen Zugang zum Rhein und auch die Möglichkeit direkt an diesem zu wohnen!
2. Die zu erwarteten ca. 1 Mio. Einkommensteuereinnahmen welche ca. 2. Mio. Gewerbesteuereinnahmen entsprechen würden unseren Gemeindehaushalt dauerhaft entlasten, diese Einnahmen sind fix und nicht der ständigen Schwankung der Gewerbesteuer unterworfen. Durch diese Mehreinnahmen wären wir in der Lage unsere sehr gute aber auch kostenintensive Infrastruktur dauerhaft zu erhalten!
3. Durch die zu erwarteten ca. 1.000 neuen Einwohner wäre die gesamte Infrastruktur auch besser ausgelastet und die auch schon getätigten Investitionen in Schulen und Kindergärten gut angelegt.
4. Mit der Beseitigung des Asphaltmischwerkes und der Baustoffrecyclinganlage würde sich der Schwerlastverkehr vor allem in Grenzach drastisch verringern und auch unseren Ort wieder lebenswerter machen!

Noch ein paar Anmerkungen zum Verlauf des Abends:

Ich fand die Veranstanltung sehr gut, leider gibt es immer irgendwelche Querulanten die m.E. nicht begreifen, dass halt ohne die nötigen Finanzmittel auch nichts geht. Wenn ich dann solche Aussagen höre wie "die Steuereinahmen erhält ja die Gemeinde davon habe ich nichts", dann bin ich wieder genau in meiner Meinung bestätigt, dass es in unserem Land eine grosse Anzahl von Menschen gibt, die am liebsten nur vom Staat/Gemeinde schmarotzen wollen aber bloss nichts für die Allgemeinheit tun, immer nur für den eigenen Vorteil schauen.....
Die Projektvorstellung durch die Bauamtsleiterin war sehr gut gemacht!
Nach dieser Vorstellung ist es für mich auch unverständlich wieso diverse Personen, auch Herr Eggers, jetzt immernoch keine Entscheidung treffen können weil es angeblich noch soviele Unklarheiten gibt?? Die wesentlichen Fragen wurden doch klar und deutlich beantwortet, dies müsste doch für eine Grundsatzentscheidung reichen! Details können jetzt
und ohne Investor doch sowieso nicht geklärt werden! Für mich ist dies wieder reine, versteckte Verhinderungstaktik.

Viele Grüsse
Harry


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 Betreff des Beitrags: Re: Planungswerkstatt Lagune
BeitragVerfasst: Sa 30. Okt 2010, 11:34 
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Registriert: Sa 6. Jun 2009, 06:26
Beiträge: 103
Wohnort: Wyhlen
Name: Frank Drewello
Hallo Zusammen, hallo Harry,

da fällt mir kaum noch etwas ein. Du hast es perfekt zusammengefasst.

Einige Argumente und Meinungen waren wirklich absurd.
"...so wie es ist, ist es schön. Ich geh' dort mit meinen Kindern hin und mache Lagerfeuer." Allein bei dieser Aussage, müsste den Naturschützern schon der Hut hochgehen.

Auch die Aussage "...die Steuern kommen der Gemeinde zu gute, aber was habe ich davon..." lässt entweder auf einen deutlichen Egoismus (Du hast es deutlicher formuliert!) schliessen oder auf eine gewisse Naivität.
Wenn wir 'mal vorsichtig von unklaren Vorstellungen zur Gemeindefinanzierung ausgehen, da zeigt sich da aber auch deutlicher Handlungsbedarf. Anscheinend ist einigen Mitbürgern nicht klar, dass die Gemeinde seit Jahren über ihre Verhältnisse lebt. Für einen Ort mit jetzt rund 14.000 Einwohnern haben wir eine luxuriöse Infrastruktur und Ausgaben, die wir uns eigentlich nicht leisten können.
Bei rund 37 Mio. EUR "Umsatz" im Gesamthaushalt wurde für 2010 ein Defizit von rund 20% geplant, das aus Rücklagen finanziert wird. Im Januar hiess es, diese Rücklagen reichen noch rund 18 Monate, davon ist jetzt schon die Hälfte vorbei. Was danach kommt sind neue Schulden.

Durch die verbesserte Wirtschaftslage sieht es im Moment vielleicht nicht mehr ganz so schlecht aus, aber es werden auch zusätzliche, ungeplante Ausgaben (neuer Lindenschulpavillon) nötig.

Bei den anstehenden Haushaltsplanungen für 2011 ist vielleicht auch eine Bürgerbeteiligung sinnvoll, damit auch dem letzten die schwierige Situation klar wird.

Wir (die Gemeinde) müssen jede Gelegenheit nutzen, die Gemeindefinanzierung auf sichere und möglichst unabhängige Füsse zu stellen. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind den Schwankungen der Wirtschaft unterworfen und unserem Einfluss entzogen. 80-90% der Gewerbesteuer kommen von 3 Firmen. Diese Abhängigkeit muss vermindert werden.

Da kommen die Einnahmen aus der Einkommensteuer und die Zuweisungen aus der Mehrwertsteuer gerade recht. Diese Einnahmen steigen insbesondere wenn Grenzach-Wyhlen im Verhältnis zum Land Baden-Württemberg deutlicher und schneller wächst. Jedes Wachstum oberhalb des Landesdurchschnittes wirkt sich besonders aus.

Wie auch schon von Dir betont, war die Vorstellung durch Frau Neuhöfer-Avdic super. Freie Rede, präzise formuliert und mit eigenen Erlebnissen ("... ich habe den Rhein nicht auf Anhieb gefunden...") aufgelockert.

Die immer noch vorhandene oder auch nur vorgetragene Unsicherheit anderer Personen muss man vielleicht in 2 Gruppen teilen. Die einen, die sich nicht festlegen wollen, damit sie auch später noch das Fähnchen ausrichten können. Du hast die Namen schon genannt. Flagge zeigen ist eben nicht jedermanns Sache.

Ich habe aber Verständnis für die direkten Angrenzer, die in ihrem direkten Umfeld einschneidende Veränderungen erleben werden. Manche leben dort schon seit Jahren/Jahrzehnten oder Generationen. Jetzt soll es deutliche Veränderungen in direkter Nachbarschaft geben, die auch ihr Leben beeinflusst. Hier habe ich Verständniss für eine Unsicherheit.
Ich würde mir aber wünschen, dass hier die Sicht auf mögliche Chancen (z.B. Reitstall) überwiegt und nicht die Risiken überbewertet werden.

Danke + Gruss
Frank


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 Betreff des Beitrags: Re: Planungswerkstatt Lagune
BeitragVerfasst: Sa 30. Okt 2010, 15:09 
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Registriert: Mi 22. Apr 2009, 16:23
Beiträge: 2
Wohnort: Grenzach-Wyhlen
Name: Thomas Issler
Hallo Zusammen,
Hallo Harry,

ich freue mich auch dass eine rege Teilnahme an der Planungswerkstatt Lagune vorhanden ist. Gerne hätte ich an der ersten Sitzung teilgenommen, es wird sicher ein nächstes mal geben. Es zeigt sich dass dieses Projekt sehr im öffentlichen Interesse steht. Umso wichtiger ist es ausgeglichene Meinungen Pro und Kontra zu haben. Für das Pro fanden sich aus meiner Sicht deutlich die besseren Argumente. Harry ich kann deinen klaren Worten nur mein Kompliment aussprechen, ich sehe das auch so.

Ich habe natürlich die Presse verfolgt und möchte mich auf einen Bericht in der Ausgabe der Badischen Zeitung vom 30.10.2010 unter Grenzach-Wyhlen beziehen.
Hier wurden als Zusammenfassung die Meinungen Pro und Kontra abgebildet. Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Zitat Pro:
- große Imagesteigerung für Grenzach-Wyhlen
- die jetzige Belastung durch Firmen würde wegfallen
- Gemeinde entwickelt sich zum Rhein
- ein neuer Naturpark kann entstehen
- Durch neue Bürger kommen Einnahmen auf die Gemeinde zu und bessere Auslastung der bestehenden Infrastruktur
- Brücke bietet bessere Anbindung an die Schweiz
- Schaffung von Arbeitsplätzen durch Bau und Unterhalt
- Flanieren an der Lagune mit Cafes und Restaurants

Das alles ist klar und sachlich, da gibt es nichts dazu anzumerken

Sodeli jetzt wird es echt spannend, Ich konnte nicht anders und muß nachfolgend dazu in blauer Farbe anmerken
Zitat Contra:
- Was, wenn es etwa zur Insolvenz des Investors kommt ?. Das weis doch jeder, dass Finanzierungen für solche Projekte im Vorfeld sicher gestellt werden müssen
- Wir wollen kein "neues Neufeld", kein Ghetto für Reiche, keine Luxenklave. Ich kann das nicht glauben was da gesprochen wird, die Bewohner vom Neufeld sind Menschen wie Du und Ich, im mindesten wie Ich und viele andere.
- Öffentlicher Zugang muss garantiert sein. Herr Benone hatte das mehrfach öffentlich bestätigt, in den Plänen auch so ersichtlich
- Verlust von Ursprünglichkeit der Natur. Wie Kiesgrube, Betonwerk, Asphaltmischwerk, Lagerstätte für Bauschutt etc., Werkhof ehm. Mönch
usw.

- Zersiedlung der Landschaft. Die Lagune ist näher am Lindweg wie die Siedlung an der Kraftwerkstrasse. Grünflächen zwischen diesen Siedlungen oder Wohnquartieren ist doch was schönes oder ?.
- Sorge dass mit neuen Einwohnern das Verkehrsaufkommen wächst. Die Menschen kommen aber nicht mit dem LKW, es entfallen viele LKW durch den Wegfall der Werke in diesem Bereich, somit also eine deutliche Entlastung. Die Busverbindung mit dem 38er dürfte damit noch besser werden, das kommt allen in Grenzach-Wyhlen zu gute.
- Sorge dass die Infrastruktur der Gemeinde nicht ausreicht ( etwa Kindergärten ), oder ob dort viel zu investieren ist. Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten, Turnhallen, Freibad und Hallenbad, Feuerwehr usw. sind in ausreichender Form vorhanden. Die Gemeinde kann froh sein wenn neue Einnahmequellen dazu kommen und nicht wegen mangels an Finanzen z.B das Freibad geschlossen werden muss. Investieren muss man in alte Gebäude immer.
- Sonstige Entwicklung Grenzach-Wyhlens darf nicht beeinträchtigt werden. Das ist doch schon so, mit der Zaunammer wird das Zusammenwachsen von Grenzach-Wyhlen nördlich der B34 verhindert. Dieser Beeinträchtigung sollte man sich bzw. unsere Gemeinderäte erneut stellen.

- Zerstörung von Flächen. Ich würde dazu sagen, Aufwertung von Flächen

Viele Grüße
Thomas


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